AG Junge Forschung

Inhalte & Ziele

Die Arbeitsgruppe „Junge Forschung“ ist ein selbstverwaltetes Organ innerhalb der WFKT. Sie versteht sich als offene Plattform für Austausch, Dialog und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Forschungsfeld der Künstlerischen Therapien und anknüpfender Disziplinen. Hierfür sollen besonders Studierende, Promovierende und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Forschungsinteresse angesprochen werden.

Innerhalb der WFKT will die AG die wissenschaftliche Nachwuchsförderung unterstützen und damit übergreifend einen Beitrag zur weiteren Anerkennung der Künstlerischen Therapien leisten.

Angebote & Organisation

Die AG Junge Forschung organisiert jährlich die Prätagung zur WFKT-Jahrestagung, die Studierenden, Promovierenden und jungen Forschenden eine Chance bietet, ihre Arbeiten einem breiteren Fachpublikum zu präsentieren, sich zu vernetzen und neue wissenschaftliche Kooperationen zu entwickeln.

Darüber hinaus versteht sich die AG als Plattform für Austausch und Vernetzung von Studierenden, Forschenden und Professor*innen im Feld der Künstlerischen Therapien. Sie unterstützt und ermutigt insbesondere junge Forschende, ihre Arbeiten auf Fachtagungen zu präsentieren, in Fachzeitschriften zu publizieren und sich aktiv in wissenschaftliche Diskurse einzubringen.

Ansprechpersonen der Arbeitsgruppe

Mei Ling Tan (Miki)

M.A. Musiktherapie (SRH Hochschule Heidelberg), Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut für Künstlerische Therapien (Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft), Musiktherapeutin in klinischer Praxis (Demenz- und Palliativbereiche)

Sinja Trotter

M.A. Tanz- und Bewegungstherapie (SRH Hochschule Heidelberg), Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Psychomotorik, Motologie und Bewegungspädagogik (PH Ludwigsburg), Tanz- und Bewegungstherapeutin in klinischer Praxis (Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie)

Kontakt

junge-forschung@wfkt.de


Rückblick: Prä-Tagung der AG Junge Forschung zur WFKT-Jahrestagung 2025

Die Prä-Tagung der WFKT-Jahrestagung 2025 fand am 13. November in Berlin statt und ging der Hauptkonferenz am darauffolgenden Tag voraus. Unter dem übergreifenden Thema „Kultur und Gesundheit: Künstlerische Therapien in der medizinisch-therapeutischen Forschung“ verfolgte die Tagung das Ziel, Akteur*innen aus Praxis, Forschung und Lehre aus Deutschland und dem europäischen Raum zusammenzubringen, um die Rolle von Kunst und Gesundheit in der heutigen Gesellschaft zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Die Prä-Tagung ergänzte dieses Anliegen, indem sie insbesondere den Austausch, Dialog und das gemeinsame Lernen zwischen Studierenden und Nachwuchswissenschaftler*innen der Künstlerischen Therapien in den Mittelpunkt stellte. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Arbeitsgruppe „Junge Forschung“ und fachlich durch den Vorstand der WFKT unterstützt.

Die Prä-Tagung wurde mit Begrüßungsworten von Constanze Schulze-Stampa, Susanne Maus-Hermes, Mei Ling Tan und Sinja Trotter eröffnet, die sowohl den Vorstand der WFKT als auch die Arbeitsgruppe „Junge Forschung“ repräsentierten. Es folgte ein Impulsvortrag von Petra Siebenhaar (Nürnberg), der die DUERER-Studie V vorstellte, welche sich mit kreativen Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige ab 65 Jahren befasst. Im anschließenden Podiumsgespräch wurden Promotionsvorhaben an der Schnittstelle zwischen evidenzbasierter und kunstbasierter Forschung in den Künstlerischen Therapien diskutiert, wobei sowohl methodische Herausforderungen als auch innovative Forschungsansätze thematisiert wurden.

Das wissenschaftliche Programm setzte sich mit zwei Blöcken von Kurzvorträgen fort, die ein breites Spektrum an Themen und Praxisfeldern abbildeten. Im ersten Block präsentierte Clara Wächter (Nürtingen) theatertherapeutische Zugänge zur Aufarbeitung psychiatrischer Zwangsmaßnahmen; Lea Pusdrowski (Hamburg) stellte eine Pilotstudie zur Analyse künstlerischen Ausdrucks bei Menschen mit Schizophrenie und Abhängigkeitserkrankungen vor; Rrishika Kakoty (Heidelberg) führte in einen tanz- und bewegungstherapeutischen Ansatz ein, der von indischem Tanz inspiriert ist und in der pädiatrischen Onkologie Anwendung findet. Im zweiten Block beleuchtete Anne Regier (Hamburg) die Potenziale der Kunsttherapie für Kinder mit selektivem Mutismus anhand einer Einzelfallstudie; Juo-Lan Kuo (Heidelberg) präsentierte Ergebnisse zu den Effekten von Tanz- und Bewegungstherapie bei Frauen in Taiwan, die sexualisierte und partnerschaftliche Gewalt erlebt haben; Christina Vedar (Essen) stellte einen akzeptanz- und commitmentbasierten kunsttherapeutischen Ansatz vor, der auf Empowerment und Traumaprävention bei Geflüchteten abzielt. Insgesamt spiegelten die Beiträge die Vielfalt künstlerischer Methoden, Zielgruppen und Forschungsansätze wider, die die aktuelle Arbeit von Nachwuchswissenschaftler*innen in den Künstlerischen Therapien prägen.

Neben den fachlichen Beiträgen wurde dem informellen Austausch und der Vernetzung ein besonderer Stellenwert eingeräumt. Gelegenheiten zum persönlichen Austausch boten unter anderem die gemeinsame Mittagspause sowie eine Netzwerk-Kaffeepause, die den Teilnehmenden Raum gaben, sich disziplinübergreifend zu vernetzen. Den Abschluss bildete eine moderierte Netzwerk- und Diskussionsrunde, in der zwei zentrale Leitfragen gemeinsam erörtert wurden: Was verbindet die Künstlerischen Therapien? und Welche Formen der Unterstützung und Vernetzung benötigt unsere Fachgemeinschaft? Die Diskussionen fanden parallel in deutscher und englischer Sprache statt und spiegelten damit den bewussten Versuch wider, sprachliche Brücken zu schlagen und den internationalen Austausch zu fördern. Die Gespräche verdeutlichten das gemeinsame Anliegen von interdisziplinärer Zusammenarbeit, gegenseitiger Unterstützung sowie dem weiteren Aufbau inklusiver Netzwerke für Nachwuchswissenschaftler*innen in den Künstlerischen Therapien.

Alle Abstracts der Präsentationen der Prätagung sind beim Journal of Arts Therapies – Journal of Art-, Music-, Dance-, Drama- and Poetry-Therapy verfügbar!

Pre-conference of the WFKT Annual Conference 2025

The pre-conference of the WFKT Annual Conference 2025 took place in Berlin on 13 November, preceding the main conference on the following day. Under the overarching theme “Culture and Health: Creative Arts Therapies in Medical-Therapeutic Research”, the conference aimed to bring together stakeholders from practice, research, and education across Germany and the wider European region to reflect on and further develop the role of arts and health in society. The pre-conference complemented this aim by placing emphasis on the exchange, dialogue, and shared learning among students and early-career researchers in the creative arts therapies. The event was organised by the Working Group “Young Researchers” and professionally supported by the WFKT Executive Board.

The pre-conference opened with welcoming comments by Constanze Schulze-Stampa, Susanne Maus-Hermes, Mei Ling Tan, and Sinja Trotter, representing both the WFKT Executive Board and the Working Group “Young Researchers.” This was followed by a keynote lecture by Petra Siebenhaar (Nuremberg), who presented the DUERER Study V, focusing on creative approaches to relieving the burden of informal caregivers aged 65 and above. The subsequent panel discussion addressed current doctoral research at the intersection of evidence-based and arts-based methodologies in the creative arts therapies, highlighting both methodological challenges and innovative research approaches.

The scientific programme continued with two sessions of short presentations, reflecting a broad spectrum of topics and fields of practice. In the first session, Clara Wächter (Nürtingen) explored drama therapy as a means of processing psychiatric coercive measures; Lea Pusdrowski (Hamburg) presented a pilot study analysing artistic expression in individuals with schizophrenia and substance use disorders; and Rrishika Kakoty (Heidelberg) introduced a dance movement therapy approach inspired by Indian dance for use in paediatric oncology. In the second session, Anne Regier (Hamburg) examined the potential of art therapy for children with selective mutism through a single-case study; Juo-Lan Kuo (Heidelberg) presented findings on the effects of dance movement therapy for female survivors of sexual and intimate partner violence in Taiwan; and Christina Vedar (Essen) introduced an acceptance- and commitment-based art therapy approach aimed at empowerment and trauma prevention for refugee populations. Overall, the contributions reflected the diversity of artistic methods, target groups, and research approaches that characterise current work by students and  early-career researchers in the creative arts therapies.

In addition to the formal programme, particular emphasis was placed on informal exchange and networking. Opportunities for personal interaction were provided through a shared lunch and a networking coffee break, allowing participants to connect across disciplines. The pre-conference concluded with a moderated networking and discussion session, in which two key guiding questions were explored collectively: What do the creative arts therapies have in common? and What forms of support and networking does our professional community need? The discussions were conducted in parallel in German and English, reflecting a conscious effort to bridge linguistic contexts and foster international exchange. These conversations highlighted a shared commitment to interdisciplinary collaboration, mutual support, and the continued development of inclusive networks for students and early-career researchers in the creative arts therapies.

Veranstaltungshinweise AG „Junge Forschung“

7. Prä-Tagung der AG Jungen Forschung

12. November 2026
SRH University of Applied Sciences Heidelberg

Die Prä-Tagung der AG Junge Forschung dient dem Austausch und der Vernetzung zwischen Studierenden, Promovierenden und jungen Forschenden in den Künstlerischen Therapien. Aber wie kommunizieren wir eigentlich untereinander und übereinander? Und wo finden wir Orte und Themen zur Vernetzung?

Wir laden Studierende, Promovierende, junge Forschende und alle Interessierten zum gemeinsamen Austausch ein.

Die Prä-Tagung gibt Bachelor- und Masterstudierenden sowie Promovierenden die Möglichkeit ihre eigenen Forschungsarbeiten einem breiten Fachpublikum zu präsentieren. Wir laden daher alle Interessierten ein, ihre Arbeiten für eine Präsentation (auf Deutsch oder Englisch) einzureichen. Genauere Informationen folgen bald hier auf der WFKT-Webseite, dem WFKT-Instagramkanal und über die Hochschulen der Künstlerischen Therapien in Deutschland mit einem “Call for Participation” zur Einreichung von wissenschaftlichen Abstracts (auf Deutsch und Englisch) zu aktuellen Abschluss- und Forschungsarbeiten.

Weitere Fragen, Anliegen, Anregungen und Interesse an der Arbeit der AG Junge Forschung gerne per E-Mail an junge-forschung@wfkt.de

Wir freuen uns auf euch!

The pre-conference of the Working Group “Young Researchers” aims to foster exchange and networking among students, doctoral candidates, and early-career researchers in the creative arts therapies. At the same time, it raises important questions: how do we communicate with and about one another, and where can we find spaces and shared topics for meaningful connection?

We warmly invite students, doctoral candidates, early-career researchers, and all interested individuals to join us in this exchange.

The pre-conference offers bachelor’s and master’s students, as well as doctoral researchers, the opportunity to present their own research projects to a professional audience. We therefore encourage all interested participants to submit their work for presentation (in either German or English). More details will follow shortly here on the WFKT website, the WFKT Instagram channel and via the universities of creative therapies in Germany, with a “Call for Participation” inviting submissions of academic abstracts (in German and English) on current final-year projects and research papers.

Any further questions, suggestions or if you are interested in the work of the AG, please reach out via email at junge-forschung@wfkt.de

We look forward to welcoming you!

Prätagung 2024

Prätagung 2023